Swappen in eine Datei13. November 2005
Ihr AnliegenSie brauchen permanent oder verübergehend mehr Arbeitsspeicher, z.B. für einen komplexen Vorgang. Sie können oder wollen aber keine neue Swappartition anlegen. Die LösungLinux kann auch in Dateien swappen. Swapdateien können im laufenden System hinzugefügt und entfernt werden. Das VorgehenZunächst legen Sie eine Datei an, in die geswappt werden soll. Deren Größe bestimmt, wieviel Swapspace Sie dazugewinnen. Die Datei wird von Linux nicht automatisch vergrößert oder verkleinert. Das Anlegen geht z.B. durch Kopieren von Nullbytes aus der Datei /dev/zero mit dem Befehl dd. bs steht für Blocksize. Das M steht für Megabyte. Folgender Befehl legt eine Datei /tmp/swap.img der Größe 512 MB an: root@linux# dd if=/dev/zero of=/tmp/swap.img bs=1M count=512 Nun müssen Sie in dieser Datei eine Swapsignatur anlegen. Dazu dient der Befehl mkswap: root@linux# mkswap /tmp/swap.img Swapbereich Version 1 wird angelegt, Größe 536866 KBytes Der neue Swapspace wird eingebunden mit swapon und wird sofort aktiv: root@linux# swapon /tmp/swap.img Der Befehl free -m zeigt Speicher und Swapspace in Megabytes:
root@linux# free -m
total used free shared buffers cached
Mem: 1977 1255 721 0 79 957
-/+ buffers/cache: 219 1758
Swap: 511 0 511
Alle aktiven Swapbereiche listet swapon -s auf: root@linux# swapon -s Filename Type Size Used Priority /tmp/swap.img file 524280 0 -1 Der Befehl swapoff deaktiviert die Swapdatei: root@linux# swapoff /tmp/swap.img Danach können Sie die Datei wieder löschen: root@linux# rm /tmp/swap.img Hinweis: Mit swapon aktivierte Swapdateien werden nach einem Reboot nicht automatisch neu aktiviert. Dazu müssen diese in /etc/fstab eingetragen werden. |
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